Das steckt wirklich hinter deinen Erwartungen an andere
Shownotes
Das sind die Kernthemen dieser Folge: – Warum vage Erwartungen an andere meistens unklare Bedürfnisse in uns spiegeln – Wie dein Weltbild bestimmt, was du in deiner Realität wahrnimmst – Der Unterschied zwischen Anschuldigung und konkreter Forderung – Was Machtabgabe wirklich kostet – in Beziehungen, im Alltag, gesellschaftlich – Wie du deinen Handlungsspielraum zurückholst – konkret, nicht theoretisch Zitat aus der Folge: „Wenn ich mir diese Macht über mein Leben zurückhole, dann bekomme ich Entscheidungsfreiheit. Dann bekomme ich einen Handlungsspielraum." Für dich, wenn… …du merkst, dass du oft wartest – auf Veränderung, auf andere, auf bessere Umstände. Und wenn du ahnst, dass der nächste Schritt irgendwie bei dir beginnt.
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[0:00]Freiheit, Stadt, Fassade, lebe dein wahres Selbst, ein Podcast für tiefe Transformation
[0:08]
Einleitung zur Transformation
[0:06]und authentisches Sein. Ja, vor ein paar Tagen war ich mit meinem Hund hier auf dem Spaziergang, ich wohne ja mitten im Stadtzentrum, und dann ist mir ein Plakat entgegengesprungen, auf dem die zukünftigen gewählten Stadtvertreter, aufgefordert waren, etwas für die Tiere zu unternehmen. Es war einfach nur die Aussage, uns liegt das Wohl der Tiere am Herzen.
[0:37]Frage an alle Kandidaten, was habt ihr für das Wohlergehen der Tiere vorgesehen? Das hat mich sehr zum Nachdenken gebracht, denn so mitten in der Stadt gibt es jetzt nicht so wahnsinnig viel wilde Tiere.
[0:55]
Die Verantwortung der Stadtvertreter
[0:51]Es gibt natürlich viele Hunde und Katzen, die zu 99 Prozent einen Besitzer haben. Also die Hunde zu 100 Prozent und die Katzen, ja, da gibt es vielleicht so ein paar Streuner, aber die meisten haben einfach ein Zuhause, einen Besitzer. Und die, ja, in Anführungsstrichen wilden Tiere, die hier mitten im Stadtzentrum leben, naja, das sind halt ein paar Tauben und ich glaube, ich habe zwei oder dreimal einen Igel gesehen, aber auch nur in der Nähe von den großen Parkanlagen und ja, vielleicht ein oder zweimal ein Eichhörnchen, aber naja, so viele wilde Tiere gibt es hier in der Stadt halt nicht. Und dieses Plakat hat mich sehr zum Nachdenken gebracht, denn mir fallen immer wieder Bemerkungen auf oder Aussagen, was alles von den Kandidaten verlangt wird. Und ich frage mich, was dahinter steckt. Denn natürlich wählt man Kandidaten mit einer bestimmten Absicht und überträgt ihnen damit eine gewisse Aufgabe.
[1:56]Und gleichzeitig sind diese Erwartungen so hoch, dass ich mich frage, ob den Menschen bewusst ist, was sie da eigentlich genau machen oder was ihre Aussagen genau beinhaltet. Denn wenn man mal dahinter schaut, also wie gesagt, hier gibt es nicht viele wilde Tiere und die Tiere, denen man häufig begegnet, die hier wirklich leben, die haben einen Besitzer und Menschen.
[2:22]Gut, man könnte jetzt natürlich etwas mehr Hundeparks anlegen, damit die Hunde eben auch die Möglichkeit haben, hier und dort mal frei zu laufen. Ja, auf jeden Fall, aber im Großen und Ganzen sind es doch mehr örtliche oder sehr konzentrierte Aktionen, die hier angesagt wären. Und auf diesem Plakat war ja keine präzise Forderung. Es wurde nicht gesagt, welche Tiere betroffen sind oder von dieser Aussage betroffen waren. Und es wurde auch kein Vorschlag gemacht, es wurde keine klare Forderung eingestellt. Und hinter solchen Aussagen steckt sehr viel Unzufriedenheit, dass jemand anderes nicht das tut, was man selbst erwartet. Und dabei ist wahrscheinlich auch das Bedürfnis, was dahinter steckt, was nicht befriedigt ist bis jetzt, noch gar nicht mal ganz klar identifiziert. Denn wenn ich ganz genau weiß, was ich brauche und was ich haben möchte, dann kann ich auch ganz gezielt auf die Menschen zugehen, die vielleicht da mehr Entscheidungskraft haben als ich und kann ihnen ganz klar herantragen, ich brauche das zu diesem Zweck oder ich wünsche mir das.
[3:40]Denn ich habe diese und jene Herausforderung. Aber so einfach ins Waage, so ins Blaue hinaus eine Forderung zu stellen, finde ich sehr heikel. Denn dahinter steckt ja, ich habe keine Macht über einen gewissen Bereich, beziehungsweise mache mir da auch keine großen Gedanken und erwarte von anderen, dass sie etwas tun.
[4:13]
Erwartungen und Verantwortlichkeiten
[4:02]Und gerade in so Zeiten, wo es um Wahlen geht, wird dieses Thema noch einmal sehr viel brisanter. Denn wer ist eigentlich wofür verantwortlich? Und all die Bereiche, die mein persönliches Leben betreffen, dafür bin nur ich verantwortlich. Es ist natürlich immer einfach zu sagen, ja, die Politiker müssten da mehr tun, die Politiker müssten mehr Geld ausgeben für die Schulen, sie müssten mehr investieren, sie müssten bessere Programme schreiben, sie müssten die Zeiten ändern, sie müssten bessere Lehrer einstellen, die Lehrer besser ausbilden, die Eltern müssten die Kinder besser erziehen.
[4:50]Die Polizei müsste präsenter sein und was weiß ich nicht alles. Also das kann man in allen Bereichen ausdehnen und alle Bereiche sind davon betroffen. Das sind jetzt wirklich nur Beispiele, die mir jetzt gerade spontan einfallen. Aber es ist immer sehr einfach zu sagen, die anderen müssten mehr tun.
[5:08]
Selbstverantwortung und Handlungsspielraum
[5:08]Wenn es um mein Leben geht, um mein ganz persönliches Leben, um meinen Lebensraum, dann ist es doch viel einfacher, selbst zu schauen, okay, was kann ich denn jetzt erst einmal tun? Und viele Menschen haben das Gefühl, dass sie den Dingen ausgeliefert sind, dass sie anderen Menschen ausgeliefert sind, dass sie dem Wohlwollen der Regierung, ihres Chefs.
[5:36]Ihrer Kollegen, ihrer Nachbarn, keine Ahnung, der Stadtverwaltung oder wem auch immer, ausgeliefert sind. Und dieses Ausgeliefertsein, ist nur eine Realität, die ich mir selbst geschaffen habe. Denn mein Leben besteht nicht aus einer Realität, die andere erschaffen haben, sondern ich erschaffe mir meine Realität. Also ich schaue auf die Dinge, auf meine persönliche Art und Weise und identifiziere das, was meinem Glaubenssystem entspricht. Wenn ich jetzt zum Beispiel glaube, ich bin den Dingen ausgeliefert, dann werde ich um mich herum 20.000 Beweise finden, dass ich den Dingen ausgeliefert bin. Wenn ich davon ausgehe, dass Politiker nicht genug tun, Realität jetzt erst einmal vollkommen beiseite geschoben, dann werde ich immer wieder Beweise dafür finden, dass sie nicht genug tun oder nicht das tun, was ich erwartet hätte.
[6:44]Und dieses Nichtstun oder dieses Nicht-das-Tun, was ich erwartet habe, wird immer wieder in mein Feld kommen. Das heißt, ich werde immer wieder Situationen anziehen, die mir diesen Status Quo widerspiegeln, die mir zeigen, dass ich Recht habe, die mir praktisch meine innere Welt, also meine Gedankenwelt, meine Glaubenssätze, meine Überzeugungen immer wieder vor Augen halten werden. Und da es ja durch meine eigene Überzeugung geht, also mein Fokus auf diese Dinge gerichtet ist, darf man sich natürlich die Frage stellen, was wäre, wenn ich den Fokus auf etwas anderes lenken würde? Oder was wäre, wenn ich die Glaubenssätze, die ich habe, also mein Weltbild, wenn ich das in Frage stellen würde, wenn ich das verändern würde, sodass ich dann vielleicht andere Dinge sehen könnte? Wie wäre meine Welt dann? Wie würde meine Realität dann aussehen?
[7:48]Denn es ist ja alles eine Ansichtsfrage, eine Ansichtssache. Wenn ich glaube, dass mein Partner nicht aufmerksam genug ist, dann geht mein Fokus auf die Momente, wo er nicht aufmerksam ist. Das heißt, dass unter all den Hunderten, Tausenden von Situationen mir immer die auffallen werden, wo er gerade nicht aufmerksam ist. Alle anderen Situationen werde ich nicht wahrnehmen, weil meine, also die Brille praktisch, diese imaginäre Brille, die ich auf der Nase sitzen habe, beziehungsweise vor den Augen habe, wird immer dafür sorgen, dass ich nur das sehe, von dem ich bereits im Vorfeld überzeugt bin. Das heißt also, im Umkehrschluss, wenn ich eine andere Überzeugung habe, wird meine Brille auch mir erlauben, den Blick, den Fokus auf etwas anderes zu lenken.
[8:50]Wenn ich nun so ein Plakat habe, dann sehe ich natürlich, es geht um Tiere, es geht darum, dass man sich nicht genug um sie kümmert, beziehungsweise dass die Konditionen für Tiere nicht erfüllt sind, nicht optimal erfüllt sind, dann fallen mir natürlich immer wieder Situationen auf und mir begegnen dann auch immer wieder Tiere, deren Konditionen nicht korrekt sind. Wenn ich eine andere Überzeugungswelt habe, werden mir andere Tiere begegnen oder vielleicht gar keine Tiere mehr oder auf jeden Fall wird das, was in meine Realität kommt, wird anders sein. Und.
[9:27]Dahinter steckt ja auch noch etwas anderes, denn wenn ich eine Vorstellung von einer Realität habe, so wie sie sein sollte, wie ich sie haben möchte, wo Tiere besonders berücksichtigt werden, wo was auch immer, wo vielleicht die Mietpreise gesenkt werden, wo man günstiger einkaufen kann, wo mehr Unterbringungsmöglichkeiten für Kinder geschaffen werden und so weiter. Das ist ja immer nur meine Sicht auf die Dinge. Das ist immer nur mein Wunsch, meine Vorstellung, die gewachsen ist aus meiner eigenen Lebenssituation heraus und aus meiner eigenen Lebenserfahrung heraus. Aber wahrscheinlich sind diese Vorstellungen von einer idealen Wirklichkeit genauso vielseitig und genauso unterschiedlich, wie Menschen unterschiedlich sein können. Es reicht, dass ich mich mit dem Nachbarn unterhalte, der gegenüber wohnt. Der hat schon einen ganz anderen Blick auf die gleiche Straße.
[10:39]Der schaut einfach ganz anders aus seinem Fenster raus. Das heißt, der hat sehr wahrscheinlich auch ein anderes Weltbild, der hat einen anderen Hintergrund, der hat ein anderes Familiensystem, der hat einfach ganz andere Erfahrungen gemacht und automatisch werden seine Bedürfnisse nicht mehr die gleichen sein. Das heißt also, jeder Mensch, auch wenn sich die Vorstellungen vielleicht teilweise überschneiden, aber jeder Mensch hat eine eigene Vorstellung davon und wenn ich davon ausgehe, dass ich erwarten darf, dass das Weltbild so geschaffen wird, also dass die Realität so geschaffen wird, wie ich sie haben möchte, dann schließt das ja automatisch auch aus, dass die Realität der anderen ebenfalls berücksichtigt wird. Dann geht es also mehr ums Rechthaben. Dann gehe ich davon aus, dass mein Weltbild das Richtige ist, dass meine Vorstellungen die Richtigen sind und dass das, was ich haben möchte, zwangsläufig das Richtige ist für alle anderen Menschen auch. Und dahinter steckt ja auch ein unglaublicher Egoismus eigentlich. Wenn wir das Ganze aber jetzt einmal umkehren und ich mich um meine eigenen Überzeugungen kümmere und um meine eigenen Glaubenssätze und einmal schaue, Hey.
[11:58]Stimmt das eigentlich, dass Tiere überhaupt nicht berücksichtigt werden hier in dieser Stadt? Stimmt das eigentlich, dass es keine Sozialleistungen gibt oder nicht genug Sozialleistungen? Stimmt es eigentlich, dass Menschen so und so behandelt werden? Wenn ich das mal alles hinterfrage, dann werde ich meinen Fokus auch auf Dinge lenken können, die meine ursprüngliche Sicht auf die Dinge verändern könnte. Dann werde ich vielleicht feststellen, okay, da gibt es Einrichtungen für Tiere, wenn ich jetzt mal bei diesem Beispiel bleibe, in denen Tiere berücksichtigt werden.
[12:39]Gut, und dann gibt es natürlich auch Situationen, wo man vielleicht das eine oder andere verbessern könnte. Aber ich bekäme einen etwas realistischeren, einen etwas objektiveren Blick auf die Gegebenheiten und könnte aus diesen Anschuldigungen rausgehen und daraus heraus vielleicht bemerken. Bessere Beispiele geben, konkrete Forderungen einreichen und ganz klar sagen, okay, wir haben das und das festgestellt, das und das, das läuft super, aber hier und dort, da hätte ich eine Idee, was man anders machen könnte. Wie viel produktiver könnte dann das Zusammenleben zwischen Menschen sein? Wie viel produktiver könnten dann auch Projekte werden, weil sie einfach aus dem Menschen heraus, aus dem Betroffenen heraus, aus denen, die ja eigentlich ein Interesse haben, dass das eine oder andere eingerichtet wird, Und die.
[13:38]Ja, die sich dann wirklich Gedanken gemacht haben, überlegt haben und aus dieser Unzufriedenheit heraus ausgestiegen wären, um ganz klar zu formulieren, okay, das hätte ich gerne. Und dass man dann von dort aus ja auch abstimmen kann, schauen kann, okay, für mich wäre das in Ordnung, wenn das sich in diese Richtung verbessern würde, wie sieht das für die anderen aus? Und wenn ich dann die Einzige bin, naja, dann kann ich das vielleicht akzeptieren, kann mich fragen, okay, ist das wirklich so dramatisch, hängt das ganze Glück der Erde von diesem Detail ab?
[14:22]Oder wir gehen in die Diskussion und treffen oder legen gemeinsam fest, was uns passiert. Ja, was allen vielleicht guttun würde oder zumindest einer Mehrheit. Denn es ist so einfach, immer anderen zu sagen, dass das nicht passt und dieses nicht passt und dass ich es hier anders wünsche und dort anders und dass ich unzufrieden bin. Aber dann handeln wir ja immer aus einem Mangel heraus und vor allen Dingen gehe ich davon aus, dass andere die Macht besitzen, etwas zu verändern und ich nicht. Und das ist ein ganz, ganz wichtiger Punkt. Denn wenn ich meine Macht abgebe, dann kann ich nur noch hoffen, dass der andere damit keinen Unfug macht. Dann kann ich nur noch hoffen, dass der andere errät, was ich gerade brauche. Dann kann ich nur noch hoffen, dass irgendetwas passieren wird, dass etwas Gutes dabei herauskommt.
[15:20]
Rückkehr zur eigenen Macht
[15:21]Wenn ich aber mir diese Macht über mein Leben zurückhole, dann bekomme ich Entscheidungsfreiheit, dann bekomme ich einen Handlungsspielraum.
[15:31]Wenn ich eine Situation analysiere und feststelle, hey, hier und dort, da müsste etwas gemacht werden, da hätte ich einen ganz konkreten Verbesserungsvorschlag. Dann kann ich ganz konkret jemanden ansprechen und dann habe ich ein ganz anderes Auftreten schon und kann mit dem anderen ins Gespräch gehen und halt eben meine Vorschläge unterbreiten. Und dann kann etwas ins Rollen kommen. Wir können das an einem anderen Beispiel mal ganz einfach festmachen. Stell dir vor, du lebst in einer Partnerschaft. Und der andere macht dich für sein Glück verantwortlich und das passiert in vielen Partnerschaften, wo das dann plötzlich heißt, ja, also wenn du hier abends nicht zu Hause bist, dann fühle ich mich alleine und wenn du nicht gekocht hast, dann bin ich viel zu erschöpft hinterher und dann kriege ich nichts Gescheites zu essen. Und wenn du nicht gut aussiehst, dann fühle ich mich total frustriert. Das sind jetzt etwas banale Beispiele, aber dann kommt der andere in diesen Zwang oder in diese Konfliktsituation. Entweder verändere ich jetzt etwas, damit es dem anderen besser geht. Das heißt, ich bin für sein Wohlergehen verantwortlich oder ich ziehe mich komplett raus und dann bin ich dafür verantwortlich, dass es dem anderen nicht gut geht.
[16:54]Und vielleicht kennst du solche Situationen, wo man dir so ein bisschen die Verantwortung übergibt und sagt, ja, also wenn du das nicht machst, dann läuft der Laden hier nicht, dann geht es nicht so, wie ich das haben möchte. Wie fühlst du dich dann? Und wie viele Menschen sind selbst unter Druck gesetzt, weil man ständig irgendwelche Erwartungen an sie heranträgt? Wie viele Menschen sind unzufrieden, weil sie ständig für etwas verantwortlich gemacht werden, worauf sie gar nicht direkt Einfluss nehmen können oder wollen. Doch genau das Gleiche machen wir ja. Also wenn ich so etwas erlebe, dass ständig jemand Erwartungen an mich heranträgt und mich für sein eigenes Wohlergehen verantwortlich macht, dann ist das ja auch etwas, was ich selbst mache mit anderen. Denn in mein Feld kommt ja immer nur das.
[17:49]Was ich selbst in mir trage. Die anderen machen das ja nur sichtbar. Und das ist das Geniale daran, denn in dem Moment, wo ich selbst meine Glaubenssätze, meine Überzeugungen verändere, wo ich mir meine Macht zurückhole und erst einmal überlege, hey, was kann ich auf meiner Ebene tun, damit sich die Situation verbessert, damit die Situation dem entspricht, wie ich sie haben möchte. Wenn ich selbst erst einmal proaktiv handle und vor allen Dingen diese Metaposition einnehme und einmal komplett über die Situation schaue, wenn ich mich rausnehme aus den Anschuldigungen und aus dem Übertragen von Verantwortung, dann kann ich meine Welt verändern. Dann verändere ich ja nicht nur mein Inneres, also meine Glaubenssätze, meine Überzeugungen, meine Ansichten über die Dinge, sondern ich gehe ja gleichzeitig auch in Handlung. Das heißt, ich manifestiere etwas in der Materialität. Ich bringe etwas in die Welt, was dem entspricht, was ich denke und was ich glaube. Und damit hole ich mir meine Macht zurück, da nutze ich meinen Handlungsspielraum aus.
[19:09]Und dann passieren wahre Veränderungen, dann ändert sich ja nicht nur meine Einstellung, dann ändert sich mein ganzes Sein und dann kann ich auch, auf Augenhöhe mit anderen Menschen diskutieren, weil wir dann wirklich ins Gespräch gehen können, weil ich dann Menschen auch anziehe, die ebenfalls das Gleiche tun, wo wir dann wirklich diskutieren können. Ich habe das und das festgestellt, ich würde das und das gern verbessern. Was hältst du davon? Ja, ich habe das auch festgestellt, aber ich würde anders vorgehen. Und dann kann ein Gespräch entstehen. Daraus kann etwas ganz Neues entstehen. Das führt zu einem Austausch, Und der inspirierend ist für beide, denn dadurch generieren wir neue Ideen, da können wir kreativ werden. Und dann sind wir nicht mehr Opfer, dann sind wir den Dingen nicht mehr ausgeliefert, sondern dann sind wir Akteure unseres Lebens. Dann werden wir machtvoll, dann kommen wir wieder mit unserem Schöpferbewusstsein in Kontakt. Also wir connecten uns damit wieder, mir fällt gerade kein deutsches Wort ein.
[20:23]Und wir wollen doch eigentlich die Dinge wirklich in die Hand nehmen. Wir wünschen uns doch eigentlich, dass wirklich etwas passiert. Und warum sollte der Weg so lang sein, dass wir erst einmal darauf hoffen müssen, dass, keine Ahnung, die Kommunalpolitiker das Richtige tun, dass in der Wirtschaft das passiert, dass mein Chef sich verändert. Das dauert, das würde ja ewig dauern. Und warum sollten sie das tun? Ich meine, niemand kann ja auch von mir verlangen, dass ich mich verändere, damit es irgendwie den anderen besser geht oder so. Ich spreche jetzt nicht von Kleinigkeiten, wie es mir letztens bei meinen Kindern zum Beispiel passiert ist. ich würde mir wünschen, dass du öfter mal bei mir anrufst. Dann haben wir darüber gesprochen, warum ich das nicht mache. Dann haben wir gemeinsam eine Lösung gefunden, die für uns beide, die sich gut anfühlt. Ja, okay, fein. Aber wir haben auf Augenhöhe diskutiert. Und es ging nicht darum, du rufst nie an und du bist immer so. Es war keine Bewertung drin. Es war einfach aus dem inneren Bedürfnis heraus, ich wünsche mir das. Okay, und darauf kann ich antworten.
[21:37]
Verantwortung in Beziehungen
[21:38]In dem Moment, wo jemand beschuldigt wird oder angegriffen wird, wird er eine Gegenreaktion zeigen, wird er diese Energie aufnehmen und wird zum Gegenangriff starten. Und das ist ja das, was wir bei Kindern zum Beispiel beobachten oder auch in Kriegen. In politischen Auseinandersetzungen ist es immer das Gleiche. Es ist jemand, der tut etwas, was den anderen verletzt, was den anderen anschuldigt, was genau Vorwürfe. Was macht der andere? Naja, er reagiert. Und er reagiert aus einem Impuls heraus, meistens leider nicht reflektiert und leider auch nicht einladend zu einer echten Diskussion. Und was passiert? Ja, dann gibt es Krieg, dann gibt es Streit, dann gibt es Konflikte, dann gibt es Dinge, die einfach nie enden. Es gibt Situationen dann, wo letztendlich beide zutiefst verletzt werden, wo aber niemand wirklich als Gewinner rausgeht. Und das ist mit diesem Machtabgeben, das ist genau das Gleiche. Denn ich sage dir, du musst dich so und so verhalten, damit es mir gut geht.
[22:54]Ja, was soll denn als Reaktion entstehen? Was soll denn dabei Produktives rauskommen? Da kann ja nichts anderes rauskommen als, nee, da habe ich keine Lust drauf und du bist immer so und dann geht es um Anschuldigungen und so weiter und dann haben wir ein Wortgefecht, ein Ansichtengefecht, ein Schlachtfeld an Worten, aber kein Ergebnis.
[23:15]Und ich glaube, und deswegen liegt mir dieses Thema wirklich am Herzen, denn ich glaube, dass wir jetzt in den nächsten Jahren immer mehr gefordert sein werden, uns wirklich mit unserer eigenen Schöpferkraft zu verbinden, uns wirklich mit unserem Handlungsspielraum zu verbinden. Uns wirklich energetisch zu verbinden, diesen Handlungsspielraum einzunehmen und zu nutzen.
[23:42]
Selbstermächtigung und Gemeinschaft
[23:43]Es geht um die Selbstbestimmung, Selbstermächtigung und dem Bewusstsein, wie mächtig jeder Einzelne von uns ist.
[23:55]Und dann, daraus können wir ein produktives Miteinander erschaffen. Denn solange wir damit beschäftigt sind, andere verantwortlich dafür zu machen, dass wir keine wohlwollende, respektvolle Gemeinschaft haben, sind wir erst einmal selbst nicht respektvoll, uns selbst gegenüber, den anderen gegenüber auch nicht, weil wir sie ja verantwortlich machen für etwas, wofür sie nicht verantwortlich sind. Und wir schaffen kein Ergebnis. Denn wir sind mit den Anschuldigen beschäftigt, nicht aber mit dem Erschaffen von einem gesunden Miteinander. Und dieses gesunde Miteinander kann nur entstehen, wenn wir uns auf Augenhöhe begegnen. Wenn ich aber dem anderen, wenn ich den anderen verantwortlich mache für etwas, dann begegne ich ihm nicht auf Augenhöhe. Dann stehe ich entweder unter ihm oder über ihm. Aber ich bin nicht auf Augenhöhe.
[24:53]
Die Bedeutung der Augenhöhe
[24:53]Das ist ein Thema, wo ich noch vermehrt darauf eingehen werde, weil es wirklich sehr, sehr wichtig ist und ich stelle einfach fest, wenn ich Menschen zuhöre und es ist vollkommen egal, ob man jetzt in die spirituelle Szene reinhört oder in Menschen, die noch sehr in dem alten funktionieren, in dieser alten Welt verhaftet sind. Und es ist vollkommen egal, ob man jetzt nach rechts oder nach links schaut, ob Mann, ob Frau, es ist immer wieder diese unterschwellige Fremdbestimmung, die ich raushöre und es gibt Dinge.
[25:31]Also ich glaube, es ist uns noch nicht bewusst, wie wichtig es ist und wie das überhaupt funktioniert, wenn man die Macht für sich selbst übernimmt.
[25:40]Es wird noch eine sehr, sehr spannende Zeit in den nächsten Monaten, in den nächsten Jahren und ich meine beobachten zu können, dass es jetzt schon eigentlich überreif ist, dass wir die Macht über uns selber wirklich nehmen, dass wir sie uns wieder zurückholen.
[26:04]
Ausblick auf zukünftige Themen
[26:00]Es ist nur so, dass viele noch nicht wissen, wie das genau funktioniert. Und deswegen werde ich in weiteren Folgen darauf eingehen. Wenn du dazu Aussagen hast, dann kontaktiere mich gerne und du erreichst mich über meine Webseite www.ute-miran.com. Und du findest mich auch auf Instagram, auf LinkedIn. Also ich würde mich sehr freuen, wenn wir dort diskutieren könnten, wenn wir austauschen könnten, wenn wir uns gegenseitig inspirieren könnten. Was sind deine Erfahrungen, die du bereits gemacht hast? Wie siehst du dieses Thema? Ich glaube, es wird also wirklich sehr interessant sein, die vielen Erfahrungen, die wir in den nächsten Monaten und Jahren machen werden. Denn ich glaube, es geht definitiv darum, dass wir uns wirklich mit uns selbst verbinden und dadurch eine Gesellschaft erschaffen, in der wir respektvoll, wohlwollend und auch erfüllt miteinander leben können.
[27:02]Dieses Paradies auf Erden, was mir immer noch vorschwebt und von dem ich sicher bin, dass wir es erreichen werden und dass wir es natürlich gemeinsam erreichen werden. Also ich freue mich von dir zu hören und wir hören uns dann in einer nächsten Podcast-Folge.
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