Das Schulsystem lügt

Shownotes

Schule ist gerade für Eltern, Lehrerinnen und Kinder ein Riesenthema. Das ist kein Zufall: Wir stehen an einem Übergang in eine neue Ära. In dieser Folge schaue ich mir an, woher die Schule wirklich kommt, was sie tatsächlich bezweckt – und was wir dringend brauchen.

Das erwartet dich: Die historischen Wurzeln der Schule – von Sparta über Preußen bis heute – und warum sie von Anfang an darauf ausgelegt war, Menschen gehorsam und konform zu machen Warum Bildung an sich nichts Schlechtes ist. Das Problem ist die Schulbildung als Instrument von außen Wie das Benotungs- und Sortiersystem Kinder systematisch klein hält und ihr Selbstbild dimmt. Warum Kinder Symptomträger sind: Demotivation, Gewalt und Mobbing sind Zeichen eines überholten Systems, keine Fehler der Kinder. Was wirklich fehlt: Selbstkenntnis, Umgang mit Geld, Emotionen, Ernährung, Kommunikation – individuell, nicht von oben verordnet Die Rolle der Lehrerin in einer neuen Zeit: Kinder lernen durch Imitation, nicht durch Theorie Was Lernen bedeuten könnte, wenn es dem Rhythmus und den Stärken der Kinder folgt

Zum Buch: Mein erstes deutschsprachiges Buch Schule ohne Selbstverlust erscheint im September 2026, geschrieben für Lehrerinnen, die den Spagat zwischen dem, was sie geben wollen, und dem, was das System zulässt, täglich spüren.

Erwähnte Referenzen: Arte-Dokumentation "Dient Schulbildung wirklich dem Allgemeinwohl? | Stimmt es, dass…?" Pierre Bourdieu, La Reproduction (1970/71)

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Transcript

[0:00]Freiheit statt Fassade, lebe dein wahres Selbst, ein Podcast für tiefe Transformation und authentisches Sein. Ja, lass uns mal über Schule sprechen. Schule ist im Moment ein Riesenthema für Eltern, für Lehrer und natürlich auch für die Kinder. Und das ist kein Zufall, denn wir sind gerade auf dem Weg in eine neue Ära. Was das genau bedeutet, da komme ich gleich drauf zu sprechen. Auf jeden Fall ist es eine Tatsache, dass im Moment viele Eltern die Schule ganz massiv in Frage stellen und ihre Kinder, wenn es irgendwie möglich ist, aus der Schule rausnehmen und eventuell sogar das Land verlassen und das ist kein Zufall.

[0:39]Ja, die Frage ist, dient Bildung dem Allgemeinwohl? Das ist eine sehr interessante Frage und darauf würde ich antworten, ja und nein, nicht nur. Im Artikel 26 der Menschenrechte ist geschrieben, jeder Mensch hat ein Recht auf Bildung. Entstanden ist die Schule aber eigentlich in Sparta aus einem Abhärtungsprogramm, denn die Spartaner, die den Heloten, also den, abhängigen Bauern zahlenmäßig weit unterlegen waren, wollten aus den Heloten übermenschliche Krieger machen. Und dadurch ist eben ein Abhärtungsprogramm entstanden und das hat dann im Laufe der Geschichte zum Entstehen der Schule geführt. Später wurde Bildung dann genutzt, um ein zuverlässiges Beamtentum aufzubauen und natürlich, ganz wichtig, die christliche Botschaft zu verbreiten. Und dafür mussten die Menschen natürlich lesen und schreiben können. Und das heißt, man hat also dadurch die Macht der Kirche gestärkt. In Preußen unter Friedrich dem Großen wurde dann eine allgemeine Grundschulpflicht eingeführt. Und der hat auch die Programme festgelegt, was die Kinder wann zu lernen haben.

[1:54]Und in welchem Rhythmus. Und interessanterweise, wenn man so durch die Geschichte schaut, dann sind Schulen und vor allen Dingen diese Grundschulpflicht immer eingerichtet worden, wenn es zuvor zu Aufständen gekommen ist. Und die Schule wurde nicht von Demokratien eingerichtet, sondern sie wurde eingerichtet, bevor die Länder demokratisch wurden. Und es ging darum, und das war das große Ziel der Schule und ist es auch heute noch, die Bevölkerung gehorsam zu machen, um besser regieren zu können und um sie konform zu machen, damit sie einfach ins System passen.

[2:31]Und je früher man damit anfängt, umso besser natürlich. Also es werden moralische Werte vermittelt. Es wird vermittelt, stillzusetzen, brav zu sein, keine überflüssigen Fragen zu stellen, die richtigen Antworten zu geben und so weiter. Und vor allen Dingen will man den Kindern zeigen, dass das System, so wie es im Moment existiert, Sinn macht und in Ordnung ist, so wie es ist. Es geht also nicht darum, den Kindern beizubringen, selbstständig zu denken, sondern dass sie das wiedergeben können, was von der Schule vorgegeben wird. Und genau das ist heute der größte Vorwurf an die Schule von Seiten der Eltern, zum Teil auch inzwischen von den Lehrern und das nicht zu Unrecht. Ja, und es ist natürlich auch kein Zufall, dass reiche Kinder lernen, mit Geld umzugehen und wie man Unternehmen gründet und die anderen Kinder bekommen eben Allgemeinbildung. Ist doch spannend, oder? Bei diesen Erkenntnissen berufe ich mich übrigens auf einen Bericht auf Arte, wo es darum geht, macht es eigentlich Sinn hier mit der Allgemeinbildung für Kinder. Ja, und das ist natürlich auch geschichtlich gesehen, sagen wir mal aus der.

[3:42]Etwas Metaposition gesehen. Kein Zufall, denn wir haben uns in den letzten 400 Jahren damit auseinandergesetzt, ja, wie das denn so ist mit äußerer Macht, mit Ohnmacht und mit Autorität, äußerer Autorität. Und das war ein sinnvolles Lernen, denn wir haben durch diese Auseinandersetzung mit Macht und Autorität auch gelernt, klare Strukturen zu schaffen und Ordnung herzustellen im Land. Also Ordnung an sich ist ja erst einmal kein negativer Aspekt. Im Gegenteil, wenn jeder so ein bisschen machen kann, was er will, dann haben wir eine riesen Unordnung, dann haben wir ein riesen Chaos, in dem das Leben einfach vollkommen unvorhersehbar ist und nicht genug Raum eigentlich für die persönliche Entfaltung bietet. Also diese letzten 400 Jahre waren extrem wichtig für unsere Entwicklung, aber nun Anfang 2027 und ich habe das auch schon erwähnt in vorhergehenden Folgen, 2027 gehen wir über in den nächsten Zyklus für 400 Jahre, wo es eben, darum geht, die eigene innere Autorität zu entdecken, zu lernen, damit umzugehen und ihr dann zu folgen. Denn es sollte nun Raum sein für wirklich diese individuelle Entfaltung, die individuelle Potenzialentfaltung.

[5:02]Bildung an sich ist grundsätzlich nicht schlecht. Im Gegenteil, denn wenn du zum Arzt musst, weil du dir ein Bein gebrochen hast, dann ist es schon ratsam, dass dieser Arzt über einen Grundstück an Bildung.

[5:17]Verfügt und dass er dich so unterstützen kann, dass das Bein wieder korrekt heilt, damit du es hinterher wieder benutzen kannst. Das Problem ist, wenn Bildung vorgegeben wird nach bestimmten Richtlinien und wenn sie genutzt wird, um dich gefügig zu machen. Also das Problem entsteht aus der Schulbildung. Das heißt aus dieser Bildung, wo von außen festgelegt wird, was du zu lernen hast, wann du zu lernen hast, wie du zu lernen hast, wie du es wiedergeben musst, und vor allen Dingen, wenn du allzu viel unnützes Zeug dir aneignen musst. Und die Anwesenheitspflicht, die in Deutschland ja sehr streng verfolgt werden muss, ist natürlich da in dieser Hinsicht kein Zufall. Ich hatte ja eben erwähnt, Preußen war sozusagen die Wiege eines funktionierenden Schulsystems und ist dann exportiert worden, also ein echter Verkaufsschlager.

[6:17]Und wenn man mal genau hinschaut, was unsere Kinder nun in der Schule wirklich lernen, müssen wir ehrlich sein, die meiste Bildung ist absolut unnütz und bringt niemanden im Leben weiter. Sie ist vorsortiert, was die Geschichte angeht, was die Gesundheit angeht. Es sind teilweise auch Fehler oder sagen wir mal, es gibt Dinge, die weggelassen wurden, ganz bewusst weggelassen wurden, beziehungsweise so vermittelt wurden, dass eigentlich die Wahrheit so ein bisschen verdreht wird. Und ja, das ist leider eine Tatsache. Und das kommt nun immer mehr zu Tage, dass eben diese Informationen weggelassen wurden oder abgetan werden oder dass das Denken wirklich in eine ganz klare Bahn gelenkt wird, die letztendlich dem System zugute kommt. Und das ist bereits 1970, 1971 von einem französischen Soziologen untersucht worden. Von Pierre Bourdieu, der also wirklich ein ganz dickes Buch verfasst hat, um dort die Ergebnisse seiner Studien der Bevölkerung zugänglich zu machen.

[7:28]Ich weiß nicht, wie viele Menschen das Buch wirklich gelesen haben und ich glaube, der Regierung kam das nicht besonders gelegen. Aber gut, seien wir mal ehrlich, die meisten Fakten kann man heutzutage recherchieren. Wissen ist frei zugänglich. Ja, man muss natürlich kritikfähig an die Dinge herangehen und nicht einfach blind links kopieren, was die KI dir zum Beispiel gerade serviert. Man muss auch unter den vielen Internetseiten die richtige finden, um dann das Wissen herauszufiltern, was nun wirklich nützlich ist. Stimmt, aber es steht zur freien Verfügung. Und mit der Schule wird natürlich auch ein Bewertungssystem weitergegeben, allein durch die Benotung. Und wenn man mal genau hinschaut.

[8:11]Es ist nie genug. Also eine Eins zu bekommen und ein Lob des Lehrers, das hast du wirklich gut gemacht und fein gelernt und so weiter, das ist nicht einfach. Das heißt, meistens werden die Menschen schon allein klein gehalten, indem man ihnen sagt, ja, es ist nicht schlecht, was du da geliefert hast, aber es ist noch nicht perfekt. Es ist nie perfekt. Und so nach und nach wird dadurch natürlich das Selbstbild der Kinder gedimmt und so.

[8:38]Ja, es wird ihnen beigebracht, dass sie eigentlich gar nicht so viele Möglichkeiten haben. Also es ist ein ganz, ganz wichtiger Aspekt in diesem Kleinhalten und Gehorsam machen. Es ist nie genug, es ist immer zu wenig. Dann gehört natürlich auch noch dazu, dass die Schüler eingestuft werden in Kategorien, in Altersklassen, dass die Guten zu den Guten sortiert werden, das heißt also eigentlich die Volksamen zu den Volksamen und die Schlechten zu den schlechten Schülern. Dieses Aussortieren sorgt ebenfalls dafür, dass der Lerneffekt und das, was man letztendlich vielleicht in der Schule über das klassische Wissen hinaus mitnehmen könnte, dass das auch wiederum sehr begrenzt ist. Und dazu gibt es ebenfalls zahlreiche Studien, zum Beispiel mit Kindern, die körperliche Einschränkungen haben. Da weiß man, dass es ihnen extrem gut tut, in normale, ich sage jetzt mal normale Klassen, das ist immer so ein blödes Wort, normal, aber sagen wir mal, mit Kindern in Kontakt zu sein, die ganz normal laufen können und ja, physisch einfach alle Möglichkeiten für sich haben, weil die Kinder dadurch stimuliert werden. Die werden einfach angespornt und so ist es ja auch in der Gesellschaft und wir sollten normalerweise alle gemeinsam leben, egal welche Einschränkung wir haben. Wir haben alle irgendeine Einschränkung, aber dadurch, dass wir alle gemeinsam leben.

[10:01]Oder wenn wir alle gemeinsam leben und austauschen und so weiter, dann ziehen wir uns gleichzeitig alle in die Höhe, normalerweise. Genau, und dazu gibt es zahlreiche Studien, dass einfach diese Integration von Kindern sinnvoll ist, Sinn macht und dass beide Seiten vor allen Dingen davon extrem lernen. Und was machen wir meistens? Nein, wir kreieren Sonderschulen, wo dann die Sonderkinder reinkommen, die eben aus irgendwelchen Gründen nicht so richtig ins Raster reinpassen. Ja, und dann werden natürlich grundsätzlich Etikette verteilt. Etiketten, wo du bist nicht gut in Mathe, du bist nicht gut in Englisch, du bist nicht sprachbegabt, du bist unsportlich und so weiter. Auch hier wieder ein ganz subtiles Verfahren, jedem Kind zu zeigen, glaub mal nicht allzu sehr an deine Fähigkeiten und glaub auch nicht dran, dass du das eventuell noch lernen könntest, dass du irgendwann vielleicht einmal gut sein könntest in diesem Bereich. Nein, du bist immer unzureichend irgendwo.

[11:05]Und das vermittelte Wissen wird natürlich in Schulfächer unterteilt, sodass es letztendlich unzusammenhängend vermittelt wird. Aber mal ganz ehrlich, wenn du einkaufen gehst, allein wenn du einkaufen gehst, brauchst du mehrere Schulfächer gleichzeitig. Gleichzeitig, wenn man jetzt mal von den Schulfächern ausgeht, du musst lesen können, du musst idealerweise schreiben können, du musst ein kritisches Denken haben, du musst rechnen können, du willst ja hinterher an der Kasse bezahlen, ja, du solltest kommunikative Fähigkeiten haben und so weiter und so fort. Das heißt, allein der Einkauf ist schon der Beweis, dass es einfach, keinen Sinn macht, die Schulfächer so zu trennen, wie sie bis jetzt getrennt werden und davon mal ganz zu schweigen, dass das wichtige Wissen eigentlich überhaupt nicht vermittelt wird, nämlich wie gehe ich mit Geld um, wie kreiere ich ein positives Selbstbild, wie sorge ich für ein gutes Stressmanagement, welche sportlichen Tätigkeiten sind jetzt oder Aktivitäten sind für mich besonders sinnvoll, Wie ernähre ich mich gesund und so weiter und so fort. Nein, wenn in diese Richtung etwas beigebracht wird, dann ist das immer vorgefertigt, vorsortiert und immer angepasst an die staatlichen Vorgaben.

[12:20]Ja, wahres Wissen fehlt einfach. Und das wahre Wissen geht weg von den Fakten und hin zu wirklich angewandten Fähigkeiten. Das heißt, Potenziale entwickeln, Potenziale wecken, neugierig machen. Das heißt, Kinder sind ja von Natur aus neugierig, aber diese Neugierde wirklich zu unterstützen und zu stärken, damit Kinder wirklich weiterhin Lust haben.

[12:42]Ja, die Dinge zu entdecken. Und ich meine, wie viele Kinder, ich habe ja 15 Jahre lang unterrichtet, wie viele Kinder sind wirklich...

[12:51]Ja, abgestumpft im Laufe der Jahre und hatten überhaupt keine Lust mehr zu lesen oder ja, sich auch mal neugierig mit irgendetwas zu beschäftigen. Nein, im Gegenteil, sie landen dann hinterher vor irgendwelchen Spielen. In einer gewissen Dosis mögen die nicht ungesund sein, aber wer dann hinterher den ganzen Tag am Computer sitzt, der beamt sich einfach aus der Realität raus. Und wie viele Kinder haben wirklich hinterher eine totale Abscheu gegen alles, was zu viel ist, weil einfach diese, mentale Überlastung da ist, weil man sie den ganzen Tag irgendwie vollgestopft hat mit Dingen, die sie nicht brauchen. Kommunikation, ganz wichtig, sollte auf jeden Fall zu klassischem Schulwissen gehören. Den Begriff Schule, den muss man austauschen. Dieses Wort hat einfach eine furchtbare Ladung.

[13:42]Aber Kommunikation sollte normalerweise vermittelt werden. Wissen über Geld und Energie natürlich, ja, habe ich eben erwähnt, über Gesundheit und Ernährung und zwar über die individuelle Ernährung, denn jeder Körper funktioniert anders. Manche sollten eher kalt essen, andere sollten eher warm essen, die einen sollten unverarbeitete Nahrungsmittel essen, andere lieber verarbeitete Nahrungsmittel. Die einen kombinieren, die anderen immer zu festen Tageszeiten und so weiter und so fort. Sehr, sehr spannendes Thema, aber das wird so vermittelt, dass letztendlich die ganze Bevölkerung mehr oder weniger gesundheitlich angeschlagen ist. Ja, dann sollte man lernen, wie Emotionen in Balance gebracht werden, wie Körper und Geist miteinander wirken.

[14:26]Das sind keine Schulfächer, das ist einfach ein ganz intelligentes, Das Wissen, was Kinder idealerweise von ihren Eltern lernen, aber welche Eltern haben das gelernt? Die Eltern sind ja selber durch das Schulsystem wirklich durchgegangen, durchgeschoben worden, sind selbst formatiert und dieses ganze Wissen, ja, das kommt jetzt so langsam wieder, es wird wiederentdeckt, aber man muss da wirklich noch so ein bisschen suchen. Und was wäre, wenn das den Kindern von vornherein zur Verfügung gestellt würde? Und zwar nicht, auch hier nicht, in Form von dem Wissen, es müssen alle Rohkost essen und es müssen alle morgens Yoga machen, sondern dass man einfach Möglichkeiten aufzeigt, die die Kinder dann ergreifen können. Und.

[15:15]Das wäre gar nicht so abwegig. Das ist auch gar nicht schwierig reinzubringen. Also jetzt nicht so morgens um 8 Uhr müssen wir alle Dreiviertelstunde meditieren. Und von 9 bis 10 ist, keine Ahnung, Energieunterricht oder Ernährungskunde oder sowas. Sondern wirklich eigentlich durch das Sein der Lehrer. Das ist das, was am einfachsten funktioniert. Denn Kinder lernen vor allen Dingen durch Imitation. Kinder lernen, weil sie die Erwachsenen beobachten. Und deswegen beginnt für mich diese, Bildung, ich weiß nicht, wie man es im Moment anders nennen könnte, also dieses Weitergeben von Wissen beginnt eigentlich auch mit dem Lehrer, mit den Erwachsenen. Also viele Eltern stellen sich ja schon in Frage und schauen, wie sie einfach die Erziehung, auch so ein blödes Wort, aber ihr wisst schon, was ich meine, wie sie einfach die Kommunikation, das Sein mit den Kindern, verbessern, vereinfachen können und einfach dafür sorgen können, dass es den Kindern und ihnen selbst gut geht, aber viele haben diesen Zugang auch noch nicht gefunden. Ja. Die Lehrer, also die Erwachsenen, mit denen die Kinder dann in solchen, ja vielleicht Lernfabriken, vielleicht ist das ein guter Ausdruck, oder Potenzialfabriken.

[16:40]Die dann mit den Kindern viel Zeit verbringen oder Ansprechpartner wären, die sollten tatsächlich diese neue Art des Seins und diese individuelle Entfaltung für sich selbst erleben, damit die Kinder von ihnen lernen können. Denn was machen wir jetzt? Ja, wir bringen ihnen irgendeine Theorie bei. Ja, man sollte immer freundlich sein und so weiter, aber wie viele Lehrer sind dann wirklich freundlich, wenn sie total genervt sind, überfordert, alleingelassen und vor überfüllten Klassen stehen, in denen dann noch ein Drittel der Kinder irgendwie nicht konform sind, weil sie einfach ein anderes Verhalten haben. Und es ist gut, dass diese Kinder da sind, denn diese Kinder zeigen uns, dass das System so, wie es jetzt im Moment noch existiert, dass es einfach nicht mehr zeitgerecht ist, dass es nicht mehr, menschenwürdig ist und dass es wirklich dringend ist, dass wir uns da Gedanken machen und etwas komplett Neues schaffen. Ja und diese Potenzialfabriken, ich nehme das Wort jetzt einfach mal, es fällt euch vielleicht noch was viel Besseres ein, aber dort sollte einfach Freiheit als oberstes Gebot gelten und ja das Lernen oder das sich weiterentwickeln, das Erforschen und so weiter sollte einfach.

[18:05]Dem Rhythmus der Kinder angepasst sein. Und hier könnte man das alte Wissen ja wirklich wiederentdecken, weitergeben, einfach zur Verfügung stellen. Wie gesagt, manche Kinder werden sich für Ernährung interessieren, für andere ist das unwichtig. Andere wiederum werden, keine Ahnung, Faszinationen für Physik oder für Literatur haben. Die dürfen das weiterentwickeln. Ja, natürlich. Ich weiß nicht, was die Kinder sich zum Teil vorgenommen haben. Wenn ich hier mir zum Ziel gesetzt habe, in meiner Inkarnation, ein großer Autor zu werden, und Literatur vielleicht wieder zu entdecken und auf diese Weise.

[18:52]Einfach die Sprache zu pflegen, dann darf ich auch in der Schule die Möglichkeit haben, mich in Literatur weiterzubilden und zu lesen und dort Input zu bekommen von den Erwachsenen, die um mich herum sind und dort vielleicht mir schon ein paar Schritte voraus sind. Also es geht wirklich darum, Möglichkeiten aufzuzeigen, Möglichkeiten zu bieten, um die Dinge mit Freude zu tun, zu entdecken, die einfach zu mir passen. Und ein ganz wichtiger Aspekt, der auch in diesen Schulen meiner Erfahrung nach wesentlich ist, das ist die Selbstkenntnis, das heißt durch Astrologie, durch Human Design, durch Beobachtung, durch Achtsamkeit.

[19:43]Viele Möglichkeiten, die einfach da sein sollten, damit die Kinder verstehen, okay, ich möchte mal herausfinden, warum bin ich immer wütend in dieser Situation. Ah, interessant. Okay, dann kann ich ja das und das tun, um diese Wut vielleicht zu wandeln und in Form von einer anderen, Energie zur Verfügung zu stellen, dass ich lerne, das zu kanalisieren und anstatt dann meine Klassenkameraden zu verprügeln. Mit ihnen in Diskussionen gehen, dann werden die Bedürfnisse von uns beiden, gleichzeitig zur Kenntnis genommen und zufriedengestellt, erfüllt. Also Kinder müssen, meines Erachtens gar nicht unterrichtet werden, sondern sie kommen schon mit Wissen und Neugierde auf diese Welt. Aber sie brauchen die Gemeinschaft, sie brauchen Vertrauen, Verbindung, um dieses Wissen dann wirklich zu nutzen, anzuwenden, und ihre Aufgabe in dieser Gesellschaft zu erfüllen, um ihren Platz in der Gesellschaft einzudämen, um glücklich zu sein und ihren Weg zu gehen und dann vor allen Dingen auch ihren eigenen Weg zu gehen und nicht unbedingt das zu kopieren, was sie von ihren Eltern mitbekommen haben. Wen wundert es also, dass wir im Moment ein Problem haben mit Demotivation in der Schule? Naja, weil es keinem Spaß macht und ich kann das sehr gut nachvollziehen. Kein Wunder, dass wir Probleme haben mit Gewalt, mit Mobbing. Das sind Folgen, das sind.

[21:12]Keine Anzeichen, dass die Schule noch strenger werden sollte. Nein, das sind die Folgen von diesem Nicht-Funktionieren des Systems, weil es einfach komplett überholt ist. Und wenn du mal nach draußen schaust, so viele Menschen sind im Moment unzufrieden, unglücklich, kommen nicht weiter und so weiter. Ja, weil sie eben durch ein Schulsystem geschleust wurden, was ihnen nicht gezeigt hat, was alles möglich wäre. Und hier dürfen wir ansetzen, um... Wirklich neue Möglichkeiten entstehen zu lassen und uns der neuen Zeit anzupassen. Und es ist höchste Eisenbahn, dass das endlich passiert. Kinder sind Symptomträger. Kinder zeigen, was in unserem System nicht funktioniert. Und die Kinder heute haben, ja sehr viele von ihnen haben wirklich ein verdammt gesundes Selbstbewusstsein, und sind verflixt ehrlich mit uns. Und wenn wir ihnen mal genau zuhören, dann sehen wir, dass sie eigentlich tagtäglich eine Einladung aussprechen, mal genauer hinzuschauen. Kinder müssen nicht passend gemacht werden. Wir brauchen dringend ein neues Leben.

[22:25]Na, Schulsystem. Wir brauchen Potenzialentwicklungsfabriken oder wie immer man das auch nennen möchte, das zu den Kindern passt, das sich an die Kinder anpasst und sie so begleitet, dass sie eine neue Gesellschaft entstehen lassen, in der wir alle glücklich werden. Und Lehrer haben hier eine wunderbare Aufgabe. Deswegen widme ich mein neues Buch. Ja, mein erstes Buch, das auf Deutsch erscheint, das erste ist auf Französisch erschienen. Deswegen widme ich mein Buch eben Lehrern und gebe ihnen dort Tools mit, wie sie ja genau diese neue Aufgabe erfüllen können.

[23:09] Und ja, sei gespannt, das Buch kommt dann im September raus und ich wünsche mir, dass es eigentlich in jedem Lehrerzimmer landet und die Menschen ja aufrüttelt. Denn ich glaube, dass viele Lehrer unzufrieden sind, weil sie eben genau merken, dass es da zu einem riesen Spagat kommt zwischen dem, was sie eigentlich mitgeben möchten, zwischen dem, was sie sich eigentlich auch für sich selbst wünschen und dem, was sie letztendlich vertreten, weil sie in einem Schulsystem arbeiten, was, derzeit weit hinterher hinkt. Und viele haben diesen Job sicherlich gewählt, um etwas Gutes zu bewirken, um die Kinder zu begleiten. Doch es fehlt auch hier an Erkenntnissen, fehlt ihnen ebenso an Begleitung, denn sie sind selbst noch in diesem System verankert und zum Teil sogar ausgeliefert, wie auch die Schüler im Moment. Und es ist alle höchste Zeit, dass wir auch hier den Lehrern etwas Gutes tun. Also der Ansatz ist wirklich notwendig auf vielen verschiedenen Ebenen, aber ich glaube, dass wir, wenn wir das erkannt haben, etwas ganz Großartiges entstehen lassen können.

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